Warum Abnehmen so schwer ist0 Kommentare

Publiziert am 03.08.2011 um 06:44

Die meisten Menschen, die abnehmen wollen, beginnen ihre Diät mit viel Enthusiasmus. Doch schon nach ein paar Tagen kapitulieren die ersten. Der Grund: Die Gedanken kreisen ständig ums Essen und das permanente Hungergefühl ist einfach nicht auszuhalten. Nun haben Forscher erkannt, woran das liegt.

Sollte das, was die Wissenschaftler vom Albert Einstein College of Medicine in New York City herausgefunden haben, sich bestätigen, dann werden wir, während wir strenge Diät halten oder sogar hungern, zu Hirnzellen-Kannibalen und setzen damit einen Mechanismus in Gang, der uns früher oder später geradezu zum Essen zwingt.
Um das nachzuweisen, namen die Forscher die Gehirne von Mäusen genauer unter die Lupe, nachdem sie die kleinen Nager vorab eine zeitlang hungern ließen. Das Ergebnis zeigte, dass durch den Abbau von Fettzellen, der während einer Diät automatisch abläuft, freie Fettsäuren entstehen, die anschließend durch die Blutbahn zirkulieren. Die Hypothalamuszellen (dort sitzt das Zentrum für unwillkürliche Körperprozesse) nehmen nun diese freien Fettsäuren in sich auf  und beginnen anschließend damit, sich selbst zu verdauen. Autophagie nennt man diesen Prozess, der seinerseits wiederum im Anschluss ein Hungergefühl auslöst.
Autophagie kennt man übrigens schon von den Muskelzellen, die sich während einer strengen Diät ebenso selbst verdauen.

Die Formel lautet also Hunger = Fettabbau = Autophagie der Hirnzellen = Hunger – ein Teufelskreis, dem man entkommen könnte, wenn man entweder den Autophagie-Prozess unterbricht, oder den Hunger gar nicht erst entstehen lässt.
Wie das geht? In dem Sie ihre Ernährung schrittweise ohne Verzicht umstellen und sich gleichzeitig mehr bewegen als sonst. Damit verschieben Sie Ihre Energiebilanz, bauen Muskelmasse auf  ohne, dass Sie Ihr Gehirn über „Hunger informieren“.

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