Schön = erfolgreich?0 Kommentare

Publiziert am 08.06.2011 um 11:15

Schön = erfolgreich, so lautet das Credo unter dessen Druck besonders Teenager einem hochgeschraubten Ideal nachjagen. Da werden Lippen aufgespritzt, Falten glattgebügelt und Diäten ausprobiert und und und. Doch stimmt es denn überhaupt, dass ein gutes Aussehen gleichzeitig auch ein Erfolgsgarant ist?

Offensichtlich ja, denn eine Vielzahl an  Studien belegen, dass schönen Menschen schneller und vor allem häufiger der Weg geebnet wird. Es gibt sogar einen Wissenschaftszweig, der diesem Phänomen nachgeht. So beschäftigt sich die US-amerikanische Psychologin Rita Freedmann seit vielen Jahren mit „Attraktivitätsforschung“.

Sie belegte anhand von Studien, dass schon Mütter auf die Attraktivität der Kinder reagieren und die Babys, die schöner aussehen, öfter liebkosten und küssten, was wiederum das Wohlbefinden der Kinder steigerte.Andersherum reagieren auch die Babys differenziert auf Gesichter. Schöne Gesichter werden schlichtweg länger angeschaut.

Auch in Regensburg wird diesbezüglich fleißig geforscht und der Psychologe Martin Gründl bestätigt die Ergebnisse der amerikanischen Kollegin. Er bestimmte neben der Tatsache, dass wir schöne Menschen bevorzugen, noch die Merkmale, nach denen wir urteilen. So gelten zum Beispiel  lange Beine, ein mindestens mittelgroßer Busen, sowie eine schmale Taille als attraktiv. Volle Lippen, große Augen, eine zierliche Nase und eine hohe Stirnpartie zeichnen ein schönes Antlitz aus.

Seltsam ist, dass wir mit unserer Einschätzung, dass schön gleich erfolgreich ist, unbewusst oft einer Fehleinschätzung unterliegen. Im Grunde ist es nichts anderes, als ein klassisches Vorurteil, das wir da bedienen. Denn ob ein Mensch wirklich kompetent, erfolgreich, intelligent, kreativ, gesellig oder leidenschaftlich ist, zeigt sich nicht an vollen Lippen oder Langen Beinen, sondern erst im miteinander.

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