Keine reine Weste!0 Kommentare

Publiziert am 14.04.2011 um 09:25

Verbraucherschutz

Gut, dass es so etwas wie Verbraucherschutz gibt. Und gut, dass die EU ein Auge auf die großen Firmen hat, deren Bosse sich wohl ab und an ganz gern mal bei einer Zigarre und einem guten Wein treffen und beschließen, den Verbraucher das Geld aus der Tasche zu ziehen. Illegale Preisabsprachen nennt man das dann, wenn der eigentliche Wettbewerb unterbunden wird und die Preise künstlich hochgehalten werden. Solche Absprachen zum Schaden von Verbrauchern und Unternehmen sind allerdings in der EU streng verboten und werden – wenn sie dann auffliegen, hart bestraft.
So aktuell passiert in der Waschmittel-Branche und zwar über sage und schreibe drei Jahre.

Es ist die dritte Kartellentscheidung der EU-Kommission in diesem Jahr.
Und getroffen hat es Ariel und Coral. Wenn Sie also in letzter Zeit ein Waschmittel dieser Marke gekauft haben, können Sie sicher sein, dass sie zuviel Geld bezahlt haben.
Das hat nun ein Ende, denn Procter&Gamble (Ariel) und Unilever (Coral) wurden wegen illegaler Preisabsprachen verklagt und müssen nun eine EU-Geldbuße von insgesamt 315 Millionen Euro auf den Tisch legen.

Übrigens hat Henkel, der Düsseldorfer Waschmittelkonzern die EU-Behörde über die Preisabsprachen informiert und geht damit straffrei aus.

Der EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia äußerte sich gegenüber BILD: „Sie verlangten von den Verbrauchern Preise, die höher sind, als wenn der Wettbewerb ordnungsgemäß funktioniert. DieFirmen wollten ihre Marktanteile halten und vereinbarten, die Preise nicht zu senken, selbst wenn sie die Verpackung verkleinerten“.

Nun dürfen wir darauf hoffen, dass sich da etwas ändert und dass es den Konzernen eine Lehre ist. Die höchste Strafe musste Procter & Gamble mit 211 Millionen Euro zahlen. Unilever kostete es 104 Millionen Euro.

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