Frust statt Lust0 Kommentare

Publiziert am 28.06.2011 um 13:15

Dass Männer immer können, ist ein Ammenmärchen. Gerade in der heutigen Zeit, wenn Hetze und Druck den Alltag bestimmen, fällt es immer mehr Männern schwer, abzuschalten und den stürmischen Liebhaber zu geben.

Aber nicht nur der Alltagsstress sorgt für Flaute im Bett. Auch gesellschaftliche Veränderungen tragen dazu bei, dass Männer zunehmend verunsichert sind und ihre Rolle als Mann hinterfragen. Selbstbewusste Frauen, die genau sagen, was sie wollen und sich nicht mit einer 0815 Nummer zufrieden geben, dazu noch die Medienpräsenz von Sexthemen, all das ist nicht gerade förderlich für die Libido. Und so kommt es immer häufiger dazu, dass der Mann sich wegdreht und die sprichwörtliche Migräne hat.

Am Ende hilft da nur reden. Auch wenn es weh tut und dabei sicher auch so manche verkrustete partnerschaftliche Gewohnheitsstruktur aufbrechen wird. Denn viele Männer, die Probleme im Bett haben, flüchten sich in die anonyme Welt des Internets oder praktizieren Telefonsex, um sich zu befriedigen. Das kann die Lust-Abwärts-Spirale auf Dauer allerdings eher beschleunigen, weil sich der Mann damit nur noch weiter von der Partnerin entfernt.
Lösen können Sie das Problem nur zu zweit. Ist eine organische Ursache ausgeschlossen, bleibt meist nur, sich gemeinsam beraten zu lassen und so die wahren Ursachen für den Lust-Verlust zu finden.
Was Sie auf jeden Fall benötigen, ist Geduld. Denn vielen Männern fällt es nach wie vor schwer, sich zu öffnen und sich auch mal einzugestehen, dass der Druck von außen vielleicht doch zu groß ist.
Vielleicht stecken ja auch Wünsche und Bedürfnisse hinter der Verweigerung. Aber auch das lässt sich in einem therapeutischen Umfeld leichter klären.

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