Die Datenschützer laufen Sturm angesichts der Neuerung, die Facebook anbietet – die automatische Gesichtserkennung. Konnte man bisher nur manuell Personen auf Fotos kennzeichnen, vergleicht Facebook nun automatisch die Gesichter auf neuen Fotos mit den Gesichtern auf bereits eingestellten Fotos ab und bietet daraufhin Namensvorschläge an.
Ein Vorgang, den man selbst bei seinen privaten Einstellungen ausschalten muss, wenn man es nicht will.
Dieses Verfahren, das ähnlich wie die automatische Verwendung des Profilbildes für Werbezwecke, ohne ein voheriges Einverständnis erfolgt, ist heftig umstritten.
Bietet es doch die Möglichkeit, jede beliebige Person abzulichten, einzustellen und so an den Namen und an persönliche Informationen zu gelangen. Und auch wenn das zunächst nur auf den eigenen Freundeskreis beschränkt ist – die Erweiterung auf alle User ist der nächste Schritt.
Verbraucherschützer haben Facebook nun verstärkt im Visier. Sie halten es für unzulässig, grundsätzlich ein Einverständnis der Benutzer vorauszusetzen. Carola Elbrecht vom Bundesverband der Verbraucherschützer äußert sich gegenüber Morgenpost Online: “Hier wälzt Facebook die Verantwortung der persönlichen Daten auf seine Kunden ab”.
Letztendlich ist diese Neuerung jedoch auf die Nutzer selbst zurückzuführen, denn viele haben sich über das umständliche Markieren von Personen beschwert – Facebook hat reagiert. Stellt sich die Frage, ob jedem Nutzer klar ist, was diese Veränderung bedeutet. Denn wie schnell werden nach einer wilden Party Fotos eingestellt. Will man immer erkannt werden? Sicher nicht.
Insofern ist es ratsam, diese Funktion auszustellen.
Wie man es macht?
1. Konto, oben rechts klicken.
2. Privatsphäre – Einstellungen anklicken.
3. Die Option “Freunde Fotos von mir vorschlagen” suchen und Einstellungen bearbeiten anklicken.
4. Gesperrt – Funktion aktivieren

